MSM – Organischer Schwefel

Von Michaela Abel|Juli 24, 2018|Gesundheitstipps|

Bioaktiver Schwefel ist eine der wichtigsten Substanzen für unseren Körper um gesund, vital und energetisch zu bleiben.

Ein Mangel an Schwefel ist verbreiteter als man denkt und kann zu Hauptproblemen, Sehstörungen, Gelenkbeschwerden, Durchblutungsstörungen, Depressionen und Ängsten führen.

Der Geschmack des Pulvers ist zwar sehr bitter und daher etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch ist die Pulverform etwa im Vergleich zu Kapseln günstiger und es können leichter höhere Dosierungen eingenommen werden.

Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit Schwefel gemacht. MSM Pulver ist dabei die beliebteste Form, in der die Substanz zur Nahrungsergänzung eingenommen wird. (Tipp: Zum Kauf empfehle ich übrigens dieses Produkt .)

 

 

 

 

Was ist MSM?

Methylsulfonylmethan, kurz MSM, ist eine der häufigsten biologisch aktiven Schwefelverbindungen in der Natur. Sie kommt in fast jeder Pflanze, in allen Wirbeltieren, und im Menschen vor. Obwohl MSM bereits vor 130 Jahren von russischen Wissenschaftlern entdeckt wurde, gehört es zu den vergleichsweise wenig erforschten Natursubstanzen.

Wesentliche Bestandteile sind Methylgruppen und organischer Schwefel. Letzteres beschreibt einen wasser- und fettlöslichen Mineralstoff und natürlichen Nahrungsbestandteil, so ungiftig wie gutes Wasser. Etwa 150 Gramm davon befinden sich in unserem Organismus, hauptsächlich gebunden in Muskeln, Haaren, Nägeln und Knorpelsubstanz. Damit stellt Schwefel neben Kalzium und Phosphor das dritthäufigste Element (Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff ausgenommen) des menschlichen Körpers dar.

Seit Jahrhunderten gelten schwefelhaltige Bäder als höchst gesundheitsfördernd; es gibt Schwefel-Kurorte und Schwefel-Heilquellen; sie geben insbesondere Hilfe bei Arthritis, Rheuma, Gelenkbeschwerden, Rückenbeschwerden und Schmerzen aller Art.

Welche Rolle Schwefel im menschlichen Organismus spielt

Schwefel ist im menschlichen Organismus – die chemische Bezeichnung lautet Sulfur – Teil jeder einzelnen Zelle. Er ist maßgeblich an der Bildung des Knorpels, des Bindegewebes und der Muskelsubstanz beteiligt, wodurch unser Körper einen Großteil seiner Stabilität erhält. Außerdem dient er als Ausgangssubstanz für die Produktion von Proteinbausteinen (unter anderem essentieller Aminosäuren), Enzymen und Hormonen sowie Antikörpern, also Abwehrstoffen. So findet es sich beispielsweise in dem wichtigen Antioxidans Glutathion, das ohne Schwefel nicht existieren würde. Da Sulfur überall im Körper benötigt wird, ist es auch in „großer“ Menge vorhanden: Es ist das dritthäufigste Element neben Kalzium und Phosphor (ausgenommen Wasser-, Sauer- und Kohlenstoff). Der Mensch besteht zu etwa 0,2 Prozent aus Schwefel. Was sich sehr gering anhört, ist im Vergleich zu den viel bekannteren Mineralien, beispielsweise Eisen oder Magnesium recht viel.

MSM erhöht das antioxidative Potenzial

Freie Stickstoff- oder Sauerstoffradikale verursachen bei übermäßigem Aufkommen schwere Zellschäden. Deshalb sorgen sogenannte Antioxidantien, Stoffe, die unser Organismus selbst herstellt und über die Nahrung aufnimmt, für deren rechtzeitige Neutralisierung (Un­schädlichmachung). Einige Studien haben gezeigt, dass bestimmte Enzyme Kohlenstoff-Schwefel­Verbindung aus MSM abzuspalten vermögen, wodurch eine neue antioxidative Gruppe (auf Basis des Schwefels) entsteht, welche die Freien Radikalen neutralisiert.

Gleichzeitig hält Schwefel die Zellwände porös, d.h. er verbessert die Durchlässigkeit und Flexibilität der Zellmembran, was die Nährstoffaufnahme und den Abtransport von Säuren, den Stoffwechselendprodukten des Zellstoffwechsels, optimiert.

Organischer Schwefel (MSM) ist Ausgangssubstanz für die Bildung der schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein, Methionin und Taurin, die als starke Radikalfänger bekannt sind. Von ungeheurerer Wichtigkeit ist hier die Bildung von Glutathion.

Der Glutathion-Spiegel innerhalb der Zelle, ist ein quantitatives Maß für die Gesundheit und den Alterungszustand von Körperzellen. Ist dieser Spiegel optimal, wird Stickstoffmonoxid, das so genannte „NO-Kampfgas“ in der von den Zellen benötigten Menge produziert – mit enorm positiver Wirkung auf das Immunsystem, bis hin zum Krebsgeschehen.

NO-Gas vernichtet alles, was sich als Fremdkörper in einer Zelle vermehren könnte

Außerdem nutzen die Nervenzellen das NO-Gas als Botenstoff; die Mitochondrien („Zellkraftwerke“) benötigen es als Stoffwechselregulator.

Glutathion hat vielfältige Wirkungen – Glutathion

  • reguliert die Zellteilung,
  • assistiert bei der Reparatur schadhafter DNA (Erbgut),
  • stärkt das Immunsystem,
  • verbessert die Sauerstoffversorgung,
  • entgiftet die Zelle, selbst von Schwermetallen,
  • forciert die Aktivität von Abwehrzellen.

Bei unserer Lebensart und bei unseren Ernährungssituationen, fehlt bei vielen Menschen NO-Gas. Zu wenig NO-Gas bedeutet mangelhaften Zellschutz vor Erregern, also vor Bakterien, Parasiten und Viren, und das verschärfte Risiko für die Entstehung von Krebs, Bluthochdruck und anderen Leiden.

Es sind nicht alleine Substanzen wie Vitamin C, E und A, Selen und Zink für den Gesund­heitszustand der Zelle entscheidend, sondern auch die genannten Verbindungen aus schwefelhaltigen Aminosäuren, allen voran Glutathion.

Ein starkes Immunsystem dank MSM?

Ein gesundes Immunsystem braucht verschiedene Nährstoffe, um auf Hochtouren laufen zu können. Schwefel hilft dabei, diese Nährstoffe bereit zu stellen und an die passende Stelle im Organismus zu transportieren. Fehlt ausreichend Schwefel, zieht das eine immunschwächende Kettenreaktion nach sich. Da Schwefel außerdem für durchlässige Zellwände sorgt, können Antioxidantien zügig dahin weiter transportiert werden, wo sie benötigt werden. Damit kann Schwefel eine Doppelfunktion in der Immunabwehr einnehmen.

MSM hilft Schmerzen und Entzündungen

Es gibt zur Zeit über zehn Millionen Schmerzpatienten allein in Deutschland. Wegen der unerwünschten Nebenwirkungen pharmazeutischer Schmerzmittel und Entzündungshemmer, stehen nebenwirkungsfreie Alternativen aus der Natur hoch im Kurs. MSM hat sich im Vergleich zu herkömmlichen Arzneimitteln sogar als effektiver als diese herausgestellt.

Man erklärt sich die außergewöhnliche Wirkkraft durch die engen Zusammenhänge zwischen Schmerzen und Entzündungen innerhalb des Stoffwechsels. Organischer Schwefel operiert generell schmerzlindernd und entzündungshemmend. Besonders spürbar ist dies im Muskel- und Bewegungsapparat.

Man nimmt an, dass Methylgruppen erhöhte Homocysteinspiegel senken und auf diese Weise Degeneration und Inflammation vorbeugen. In den USA gilt MSM seit Jahren als beste Ergänzung auf dem Gebiet der Entzündungs- und Schmerztherapie. Die dafür verantwortlichen Mechanismen sind bisher nicht vollständig enthüllt; als klinisch gesichert gilt, dass unsere schwefelhaltige Natur­substanz

  • die Schmerzleitung entlang bestimmter Nervenfasern lahm legt,
  • schmerzverursachende Entzündungen hemmt, indem es z.B. die Leistung von Cortisol, ei­nem körpereigenen Stresshormon, anhebt,
  • durch Gefäßerweiterung die Durchblutung beschleunigt und so die Versorgungslage von krankem Gewebe optimiert (was Wundheilung und Geweberegeneration lanciert),
  • Muskeln entkrampft (verkrampfte Muskulatur kann Schmerzen in Gang setzen),
  • die Durchlässigkeit der Zellmembran für körpereigene schmerz- und entzündungs­lindernde Stoffe erweitert und
  • Schwellungen abbaut.

Reines MSM ist eine Nahrungsergänzung und kein schnell wirksames Medikament. Spürbare Bes­serungen spürt man in der Regel erst nach einigen Tagen bei regelmäßiger täglicher Einnahme (eventuell 3 x täglich 1 TL in Wasser gerührt).

MSM für gesunde Haut, Haare und Nägel

Schwefel und Silizium bezeichnet man auch gerne als Schönheitsmineralien, weil sie Haut, Kno­chen, Haare und Nägel kräftigen. Wissenschaftliche Analysen weisen nach, dass die schwefelhalti­ge Aminosäure Cystein hoch konzentriert in Haut, Nägeln und Haaren vorliegt. Ebenso wie Silizi­um, bildet sie dort die wichtigste Grundlage zur Herstellung von Keratinen, eine Gruppe von Faser­proteinen, die als Grundbausteine für Haare, Haut und Nägel fungieren. Sie verleihen dem Haar Elastizität und Struktur, der Haut ihre Spannkraft und wasserabweisende Oberfläche und den Nägeln eine weiche Beschaffenheit. In Erfahrungsberichten ist die Rede von schnellerem Wachs­tum und verbesserter Widerstandsfähigkeit (verminderte Brüchigkeit) der Haare sowie von redu­zierter Faltenbildung im Gesicht durch den routinemäßigen Konsum von MSM.

Nicht nur als Naturkosmetik, auch zur Linderung von Hauptproblemen wie Ekzemen, Rosacea (fleckenförmige Rötungen) und gereizter und trockener Haut macht sich der Gebrauch des Natur­stoffes bezahlt.

Sportliche Leistung und Regeneration mit MSM

Zur Vermeidung von Muskelkrämpfen und –verletzungen, Gelenkbeschwerden und Überlastungsreaktionen sowie oxidativem Stress bei sportlicher Betätigung wird MSM ebenfalls empfohlen. Die Regeneration soll schneller erfolgen, die allgemeine Leistungsfähigkeit steigen. Auch hierzu gibt es inzwischen Studien, die diesen Schluss nahe legen.

 

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